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Rückblick auf vergangene Läufe Seite 1/3:

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Frankfurt Marathon am 27.10.02:
Der Frankfurt Marathon am 27.10.02 war ein organisatorisches Großereignis und sehr gut organisiert. Der Start- und Zielbereich sowie die Umkleiden/Duschen und Verpflegung waren direkt bei bzw. in den Frankfurter Messehallen angesiedelt, was sehr praktisch war, da hier eine gute Verkehrsanbindung besteht.
Am Samstag gab es eine Nudelparty in der Festhalle des Messeländes. Dort konnte man seine zahlreichen Coupons gegen Getränke und Nudeln eintauschen.
Besonders pfiffig fand ich die Feldduschen, die zumindest für die Herren in einer der zahlreichen Messehallen aufgebaut waren und nach dem Lauf, bzw. dem Eintreffen der ersten Finisher permanent liefen. Anders als bei vielen anderen Veranstaltungen waren diese sogar warm und es gab keinerlei Probleme.
Während des Laufes hat das stürmische Wetter etwas gestört. Der Wind war so stark, dass die Wolkenkratzer zu pfeifen begannen und gegen Ende der Veranstaltung sogar zahlreiche Schilder durch die Gegend geschleudert wurden. Genialerweise konnte man sich den Wind aber speziell ab ca. Kilometer 30 nutzbar machen, da er hier in den Rücken blies, so dass man sich regelrecht zurücklehnen und tragen lassen konnte. Dafür waren logischerweise die Stellen mit Gegenwind sehr unangenehm; speziell die letzten 3 Kilometer. Etwas störend war auch, dass die Versorgung mit Bananen etc. erst in Höhe des Halbmarathons erfolgte. Ich hatte offensichtlich zu wenig meinen Fettstoffwechsel trainiert und zudem wohl auch zu wenig vorher gegessen, so dass ich ab Kilometer 19 bereits Hunger verspürte. Für diesen Lauf hatte ich ja gar nicht trainiert. Seit dem Münstermarathon am 08.09.2002 hatte ich keinen Kilometer mehr läuferisch zurückgelegt, sondern war nur wenige Male mit dem Fahrrad unterwegs.
Die Rechnung für dieses mangelnde Training traf dann auch innerhalb der ersten Kilometer ein. Ich lief langsam wie nie und selbst für den HM benötigte ich weit über 2 Stunden. Besonders kritisch wurde es aber ab Kilometer 35. Ab hier musste ich Gehpausen einlegen und verlor dabei eine Menge Zeit, so dass ich zwar mit 5:29 h ins Ziel kam und immerhin noch gewertet wurde, aber selbstverständlich gar nicht glücklich war. Ich hatte einfach zu wenig Zeit zum Trainieren, wollte aber auch nicht das zuvor bezahlte Startgeld zum Fenster rauswerfen. 

Super nett fand ich noch einen mir zuvor unbekannten älteren Läuferkollegen, mit dem ich am Start ins Gespräch gekommen war. Während wir uns beim Startschuss aus den Augen verloren, hatte dieser Läufer mich bei Kilometer 37 eingeholt und dankenswerterweise angespornt und bis zum Ziel regelrecht mitgeschleppt.

Als ich abends mit der Bahn nach Hause fahren wollte, kam ich nur bis Gießen und hatte dort einen über dreistündigen Aufenthalt, da zwischen Dillenburg und Haiger ein Baum umgestürzt war und die Oberleitung weggerissen hatte. 

Fazit:
Man kann einen Marathon auch ohne Training absolvieren, wenn man eine einigermaßen trainierte Grundfitness hat.
Empfehlenswert ist diese Vorgehensweise ganz und gar nicht, da der Spaßfaktor gegen Null tendiert und ca. 5 Stunden nach dem Startschuss immer weniger Zuschauer ausharren, die die Läufer noch anfeuern würden. Zudem können durch diese Praxis Überlastungserscheinungen auftreten, die sich zu gravierenden Gesundheitsproblemen entwickeln können


08.09.02 - 1. Volksbank-Münster-Marathon
Mein erster Marathon mit einem prima Einstieg bei gutem Wetter, ausgelassener Stimmung und guter Versorgung- so wird mir der Münster Marathon in Erinnerung bleiben. Yes!Yes!Yes!.
Dass das Wetter gut sein würde, das konnte man schon einen Tag vorher durch die Wettervorhersage wissen, dass aber entlang der Strecke so viel los war, das hatte ich nicht unbedingt erwartet. Es gab nicht nur in der Stadt sehr viele Zuschauer, sondern auch außerhalb. So hatten sich sogar einige Zuschauer richtig eingerichtet mit Tischen, Sitzen und Verpflegung.
Ich bin ohne Geld zum Start gekommen und mir wurde schon ein wenig mulmig, als ich erfuhr, dass das Geld für den Leihchip vor Ort zu zahlen war und nicht etwa, wie das Startgeld, bereits abgebucht worden war. Glücklicherweise bekam ich dann doch noch den Chip, indem ich einem Einzug im Lastschriftverfahren zustimmte. Das alles geschah so um 08:30, wobei der Start ja um 9:00 war. Jedenfalls stand ich dann doch noch rechtzeitig, also um ca. 08:50 am Start.
Was mich betrifft, so bin ich wirklich zufrieden, dass ich ohne Komplikationen meinen ersten Marathon geschafft habe. Ich konnte kontinuierlich bis zum Ende mein Tempo halten und habe sogar im Zieleinlauf noch einen Endspurt hingelegt. Dabei habe ich sogar noch ca. 10-15 Läufer/innen überholt (he, he, he...).
Ich habe immer noch nicht meine alte Form vom Frühjahr 2001 auch nur annähernd erreicht. Mein Training und leider besonders auch meine Ernährung waren ja in den Monaten vorher gar nicht auf einen Marathon ausgerichtet. So war mein Training sehr unregelmäßig und erst 3 Wochen vorher habe ich Zeit gefunden und mich etwas zusammengerissen. So ekelhaft das klingt, ich war nach dem Lauf noch ansprechbar und habe mich nicht überlastet. Ich hatte auch mit einer Zeit zwischen 4 und 4:30 h gerechnet. Weniger Süßigkeiten und noch etwas disziplinierteres Training, dann laufe ich in Frankfurt unter 4 Stunden.

01.09.02 - 12. Siegen City-Lauf um den Krombach-Cup
Verglichen mit den Veranstaltungen im Ruhrgebiet, ist der Siegener City-Lauf sicherlich kleiner und wohl eher nichts für den Laufanfänger, auch wenn dieser Lauf den Anspruch eines Volkslaufes bzw. einer Breitensportveranstaltung erhebt. Positiverweise könnte man auch sagen, dass es eben mehr Klasse als Masse gab.
Das Teilnehmerfeld für den 10 km Lauf wurde auf zwei Gruppen verteilt. So gab es den sog. Masterslauf für die Frauen und Männer ab M 40 und den Hauptlauf für den Rest. Beim Hauptlauf, an dem ich teilgenommen habe, gab es wenige Starter.
Laut Ausschreibung sollte dieser Lauf ein Volkslauf sein, es war nur ein wenig schade, dass es so wenige Volksläufer gab. Vielleicht lag das auch daran, dass dieser Lauf nicht richtig bekannt gemacht wurde. Im Lauftreffheft des FLVW steht der Lauf auch nur unter "weitere DLV-genehmigte Veranstaltungen". Gut, man spart als Veranstalter sicherlich einiges an Geld, wenn man auf einen regulären Eintrag verzichtet, aber dann sollte man vielleicht wenigstens mehr andere Werbung betreiben. Angesichts eines Citylaufes gab es auch leider keine nennenswerte Anzahl an Zuschauern, obwohl doch das Wetter gar nicht so schlecht war.
Der Lauf war gut organisiert, so gab es an allen wichtigen Punkten Streckenposten und auch keine unentschärften Gefahrenpunkte. Der kleine Rundkurs von ca. 1,4 km war aber auch sehr übersichtlich und es bedurfte nicht mal einer Polizeistreife, die den Verkehr geregelt hätte. Leider bedeutete das dann auch, dass man 7 mal diesen Rundkurs zurücklegen musste, um auf 10 km zu kommen. Ich will ja nicht sagen, dass so etwas langweilig ist, aber spannender ist schon eine Punkt zu Punkt Strecke oder wenigstens ein etwas größerer Radius. Klar, ein City-Lauf ist in der Regel immer ein Rundkurs, nur sind vielleicht maximal 3 Runden eher das richtige Maß.


Auf Bild klicken zwecks Vergößerung.

Mit einem Organisationsbeitrag von 7 Euro konnte man aber durchaus zufrieden sein, zumal jeder Finisher im Zieleinlauf ein qualitativ hochwertiges T-Shirt und recht schnell auch eine Urkunde erhielt.

 
13.07.02 - 17. Härderlauf - Sauerland Serie

Insgesamt wurden 3 Strecken angeboten, einmal 44,5 km, 26,2 km und 12,2 km. Ich hatte mich für die 26,2 km lange Strecke entschieden. Die Höhendifferenz der Strecken 1 und 2 beträgt ca. 340 m.
Trotz des Regens waren zahlreiche Läufer erschienen. Durch den Regen waren die Waldwege teilweise aufgeweicht, aber mit den richtigen Schuhen konnte man schon gut klarkommen. Ich hatte meine weißen ASICS Gel-Lyte DS an, die haben sehr gut Halt gegeben.


nach dem Lauf..

Im Rahmen der Veranstaltung fand auch ein Mountainbikerennen statt. So schlammig wie Fahrer und Gerät aussahen, dagegen hatten meine Schuhe es richtig gut.
Nachdem ich dann glücklich im Ziel war, wollte ich mich natürlich im angenehm nah liegenden Wellen-/Hallenbad duschen. Dummerweise erwische ich immer die eiskalten Duschen oder die Anlage hatte angesichts des Ansturms kapituliert. Der Lauf war gut organisiert und alle 5 km gab es Versorgungsstationen.

05.05.02 Erster Volkslauf rund um den Kemnader See
Nachdem der Kemnader Seelauf in den Jahren zuvor nicht mehr stattzufinden schien, fand endlich eine reine Laufveranstaltung auf meiner Heimstrecke statt. Leider war ich nicht so fit wie im letzten Jahr um diese Zeit, dennoch reichte es für 49:31 Minuten. Gerechnet hatte ich mit einer Zeit von bestenfalls knapp unter 50 oder schlechtestenfalls mit ca. 52 Minuten. Ich vermute, dass das kühle Wetter und die an sich schnelle Strecke dieses Ergebnis positiv beeinflusst haben.
Die Veranstalter, die Opelaner haben Ihre Sache ganz hervorragend gemacht. Alle unfallträchtigen Stellen waren markiert oder entschärft, es gab genügend Ordner, einen Getränkestand ungefähr in der Mitte der Strecke und zwei beim Ziel und glücklicherweise gab es auch kaum Fußgänger, die den Läufern in die Quere gekommen sind. Letzteres war ein eindeutiger Vorteil des schlechten Wetters. Das Bootshaus Gibraltar, wo sich das Meldebüro und die Umkleiden befanden, liegt zwar etwas weit von den Parkplätzen/VRR entfernt, ansonsten war dies sicherlich die beste Wahl, da sonst wohl nur noch das Gebäude im Hafen Heveney in Betracht kam.  Bereits am Abend waren die Ergebnisse und sogar Fotos im Netz verfügbar. Zur Strecke kann ich auf meine Route 1 verweisen, da diese der Laufstrecke entspricht. Es handelt sich hierbei um eine flache, asphaltierte und schnelle Rundstrecke von 10 km. Trotz des schlechten Wetters gab es rege Beteiligung.

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